Technotraining
Technotraining

Mit Frau Müller und Herrn Schneider unterwegs

Ben

Roadtrip zum Ende des Kapitels “Ben will Bergführer werden”

Stationen einer Reise durch den Süden: Arco  –  Val di Mello  –  Verdon
Im Gepäck: Patrick, Ben, Herr Schneider, Django, Frau Müller und ihre Magic Box

Eine kleine Geschichte zweier Freunde auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: “Was ist besser: Horizontale oder vertikale Aktivitäten?” (frei nach R. Steiner) Hierzu sollen zwei Zustände unterschieden werden: früh und abends. Auferlegte Gelübde wurden zur Erörterung der Frage hinten angestellt. Einer der beiden Affen ist schliesslich seit fast zwei Jahren Mönch!

Die Geschichte nimmt ihren Lauf, als Herr Schneider und Django (B) auf dem Grödner Joch erwachen. Gefangen! Wir machen keine Gefangenen – wird wurden gefangen, und zwar vom Sella Ronda Radrennen. Strassensperre, nix geht. Der Nebel der Nacht wird dünner (B) und der reader nimmt wieder fahrt auf, auch wenn unsere hard disks noch etwas eiern, wahrscheinlich eben noch leicht untertaktet. Es sei angemerkt, dass uns das feiern gar nicht so liegt, aber nach bestandenen Prüfungen kann man schon mal defragmentieren. Egal, da drüben an den Tschirspitzen ist ein Riss, klettern wir den. Topo? Egal. Los!

Lang halten sie es nicht aus in der Kälte im Nebel. Schon bald findet man sie in Arco. Dort will Patrick, aka Django, mal was neues klettern. Die “Romantica” an der Mandrea hat er unbemerkt nun schon mehrmals gemacht. Tja, eine von Djangos Stärken ist eben nach vorn zu blicken und sich nicht lange mit vergangenem aufzuhalten.
Dann war da noch “Mescalito”, ein kleiner Jugendtraum, der in Erfüllung ging und “Exkalibur”. Über letzteres Schweigen wir. Wiederholern sei angeraten nicht die Steigleiter mitzunehmen, wie empfohlen, sondern eher einen Wechselhelm oder Wahlweise etwas Mörtel. Die A1 Stellen werden die meisten Leute gern frei klettern, die sich in solchen Gefilden aufhalten.

Nächster Halt Val di Mello. Begrüsst werden wir in einer wundervollen Vollmondnacht mit Biwakaspiranten am Asteroidi (B). Nächster Sack: “Polimago”. Eine Route der spannenderen Sorte. Ihr Charakter ist schon etwas ernster als die der benachbarten Modetour “luna nascente”, in der sich die exponierten Passagen auf Wandergelände beschränken, Wandergelände im Vergleich zu den schweren Stellen der Tour versteht sich. Wir folgen den Hinweisen zweier alter Hasen aus dem Oberland und bewaffnen und mit zwei Sätzen aus der Magic Box. Folglich zeigt sich Frau Müller von ihrer missmutigen Seite, wenn sie durch die Verschneidungen und den Kamin am Beginn der Tour gehieft werden soll. Frau Müller soll der Haulbag oder der Rucksack von nun an auch bei uns heissen. Was man wirklich für die Tour braucht findet ihr in unserem Topo! Reklamationen an den vino rosso von Mario oder das Memminger von Andrea im Kundaluna. Keiner weiss mehr wie die Band hiess, die am Abend dort gespielt hat, doch sie war mit Laura und Sylivia aus dem Norden Mailands eigens angereist.

Alles was von nun an geschah bleibt bis auf weiteres unter Verschluss. Was man noch sagen kann, ist dass wir dem Motorsport verfielen und uns bis in die Tiefe Provence hinein verirrten. Würste sind hier fehl am Platze, die lässt man besser erst einmal ein paar hundert Kilometer abhängen (B). Denn gegen “Rücken” helfen die nicht, egal, wie sagt der Südtiroler: “I dehn nia” (B). Remy Touren gibt es im Verdon (B) genung, also der Spielplatz schlechthin für Django und Herrn Schneider: “Heure Zero”(B), “La belle fille sûre” (B), … Und lustige Exemplare obendrein: zwei Sachsen knüpfen uns eine Affenfaust. Zwei Californier kommen dank unserer Fixseile mit dem Leben davon und wir um eine weitere nächtliche Rettungsaktion im Halbkoma herum (B).

 

 

Leave a reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>