Freude!

Silvretta Skitouring Adventure

Ben

Endurance athletes love doing the balance, here comes our:
3 days
3400 Uphill-meters
7100 Downhill-meters
2800 Untracked-downhill-meters

Das Setting oder der Samstag:
Gestern war die Lawinengefahr “gross”. Es gingen zwei Tage unglaublicher Lawinenaktivität voran.
Wir verabschieden uns von Bahn- und Busfahrer und ziehen los. Die Einsamkeit hat uns. Über die Seelücke geht’s hinauf in Richtung Seehörner. Der Blick nach Süden offenbart uns die Dramatik der letzen beiden Tage: “An manchem Berg ist fast jeder Hang unten.” Über den weiten Gletscher fegen wir hinab ins Seetäli, wo unverspurte Hänge in der Abendsonne glitzern. Am Abend köchelt Risotto ai finocchio im Topf und so können wir uns im warmen Stübchen erholen.

Der Plan oder der Sonntag:
Eine Runde wäre eine runde Sache. Gesagt getan. Auf nach Klosters. Der Triebschnee hatte nun schon zwei Tage Zeit sich zu setzen, oder runter zu rutschen. Dem Altschnee gehen wir mit Respekt aus dem Weg. Steile Südhänge hoch, kleine Schattenhänge runter. Das ganze zweimal. Zwischendrin üben wir uns in gehöriger Schneekraxelei an den Seenadlen und schliesslich zum Gipfel des Chessispitz hinauf. Von dort aus geniessen wir 1000 Meter Pulverschnee. Da die Schiebepassage – bis zum Rivella in Schlappin – in die Oberarme ging, waxen wir am Abend die Ski.

Das Finale am Montag:
“Selbst der beste Arbeitstag kann einen freien Tag nicht schlagen.” Stimmt. Ganz frei sind wir aber nicht, denn das Ziel heisst Montafu’! Das gute ist, der Plan lässt Luft zum Durchschnaufen – was will man schon anderes machen hier oben zwischen Schnee und Sonne? Spätestens beim zweiten Anstieg schnaufe ich richtig. Bernhard schaut immer noch völig “cool” aus seiner Goretex Hülle. Also geht er ein bisschen voran. Danke! Den dritten Anstieg nehmen wir direkt, denn die Sonne neigt sich schon etwas dem Horizont. Mit Port’O’Biren geht’s leichter und so sehen wir schon bald die Liftstationen der (einst russischen?) Skidestination Gortipohl. Dank dem Kunstschnee erreichen wir den Talboden des Montafu’.  Und dann sagt Isabell: “Ich dachte schon, ich würde nie wieder Skitouren gehen”. Wie sie das nun meint? Bei Pizza und Espresso erklärt sie, dass diese Tour Lust auf mehr gemacht hat. Mir geht’s da genauso, von A nach B und B nach C durch luftig, lockeren Schnee schwingen ist ein Geschenk.

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